Im September sagte Boris Johnson noch: "Ich würde lieber tot im Graben liegen, als den Brexit zu verschieben." Johnson wollte den Brexit zum 31. Oktober durchdrücken, ob mit oder ohne Abkommen. Doch am Samstag ist ihm das Parlament in die Parade gefahren. Es verschob die Abstimmung über Johnsons Austrittsvertrag und Johnson musste gegen seinen Willen eine Verschiebung beantragen. Unter der Woche wird im Unterhaus über Änderungsanträge debattiert werden. Welche könnten das sein? Und wie wahrscheinlich ist ein zweites Referendum? Bettina Schulz berichtet für ZEIT ONLINE aus Großbritannien. Im Gespräch mit Ole Pflüger beantwortet sie diese Fragen und erklärt, warum Johnson sein gebrochenes Versprechen vielleicht nicht mal schaden wird.

Am Sonntag haben die Schweizer ein neues Parlament gewählt. Während in Deutschland die große Koalition zuletzt widerwillig und aus Mangel an Alternativen gebildet wurde, ist sie in der Schweiz Tradition. Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte zuletzt zwei Sitze in der siebenköpfigen Regierung inne, die Sozialdemokratische Partei (SP) sowie die rechtsliberale jeweils zwei, und die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) einen. Dieses Gefüge wird nun durch die Stimmen für die Umweltparteien, die Grüne Partei und die Grünliberale Partei aufgemischt. Matthias Daum, Büroleiter im Ressort Schweiz-Seiten von DIE ZEIT, erklärt, ob dadurch schon eine politische Neuorientierung der Schweiz zu erwarten ist. 

Und sonst so? In der Fußball-Bundesliga ist es ausnahmsweise mal spannend.

Moderation: Ole Pflüger
Mitarbeit: Paul Fenski, Anne Schwedt

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