"Keep calm and carry on": Das britische Unterhaus lässt sich nicht drängen – und von Premier Boris Johnson schon gar nicht. Eigentlich sollten die Abgeordneten schon am vergangenen Samstag über das Abkommen entscheiden, das Johnson mit der EU ausgehandelt hat. Doch die Abgeordneten zwangen ihn, eine Fristverlängerung bei der EU zu beantragen, um den Deal und die notwendigen Gesetze dafür in Ruhe zu prüfen. Eine weitere Abstimmung am Montag wurde abgelehnt, im dritten Anlauf gab es dann gestern Abend doch noch eine Entscheidung: für ein Abkommen, aber in aller Ruhe. Das aktuelle Kapitel in der schier unendlichen Brexit-Geschichte erklärt ZEIT-ONLINE-Autor Peter Stäuber in London im Gespräch mit Christina Felschen.

Vor zwei Wochen ist die Türkei in Nordsyrien eingerückt – nach Überzeugung vieler Beobachter und auch der Bundesregierung völkerrechtswidrig. Das Nato-Mitgliedsland Türkei kämpft dort gegen die Kurden, deren YPG-Miliz sie als Terroristen einstuft. Mehr als 100.000 Menschen sind seitdem auf der Flucht, zahlreiche Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat", die von den Kurden gefangen gehalten wurden, sollen seitdem ausgebrochen sein. Und nun schlägt die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dort eine internationale Sicherheitszone vor. Damit solle der Kampf gegen den IS fortgesetzt und der Wiederaufbau der Region ermöglicht werden. Will die Verteidigungsministerin einen Kurswechsel in der deutschen Außenpolitik einläuten? Und wer soll eigentlich an der Schutzzone beteiligt sein? Darüber spricht Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT und Fellow am Istanbul Policy Center der Mercator-Stiftung, mit Rita Lauter.

 Und sonst so? Eine der größten Sagen der Kinogeschichte geht zu Ende.

Moderation: Christina Felschen, Rita Lauter
Mitarbeit: Sophia Hofer

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