Seit Tagen gehen im Libanon Hunderttausende gegen die Regierung auf die Straße. Auslöser der Proteste war eine geplante Steuer auf WhatsApp-Anrufe – doch viel mehr geht es den Demonstrantinnen und Demonstranten um Korruption und schlechte Lebensbedingungen. Und so gehen die Proteste weiter, obwohl der Ministerpräsident Saad Hariri die Steuerpläne mittlerweile zurückgenommen und weitere Reformen angekündigt hat. Auch in Ägypten und im Irak gab es zuletzt wieder Demonstrationen. Was genau macht diese neue Protestwelle im Libanon aus? Und welchen Einfluss haben die Proteste auf die arabische Welt? Darüber spricht Ole Pflüger mit der ZEIT-Nahostkorrespondentin Lea Frehse, die in Beirut lebt und an deren Wohnung die Demonstrantinnen täglich vorbeiziehen.

Die Region Apulien im äußersten Süden Italiens ist bekannt für ihre großen Olivenhaine. Insgesamt 60 Millionen Olivenbäume gibt es dort. Sie sind seit Jahrtausenden Teil der regionalen Kultur und zum Teil selbst Hunderte Jahre alt. Seit einigen Jahren ist ein großer Teil dieser Bäume von einem aggressiven Bakterium befallen. Das sogenannte Feuerbakterium Xylella fastidiosa blockiert die Wasserzufuhr der Bäume – sie vertrocknen und verhungern in Rekordgeschwindigkeit. Mehr als 20 Millionen Bäume, mehr als ein Drittel des Bestandes apulischer Olivenbäume, soll von dem Bakterienbefall betroffen sein. Klimaschützerinnen fürchten eine ökologische Katastrophe, Politiker eine wirtschaftliche und die Menschen in der Region fürchten das Ende der Welt, wie sie sie kennen. Der Klimawandel verschärft das Problem noch. Moritz Aisslinger aus dem Politikressort der ZEIT berichtet über die Situation in Apulien, die die Existenz vieler Olivenbauern bedroht. 

Moderation: Ole Pflüger
Mitarbeit: Diana Pieper, Mathias Peer

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