Seit Wochen wird die Zivilgesellschaft mehrerer südamerikanischer Länder laut. In Bolivien wehren sich die Menschen gegen den vermuteten Wahlbetrug von Präsident Evo Morales. In Ecuador ließ Präsident Lenín Moreno angesichts der Proteste im Land eine Ausgangssperre verhängen und den Regierungssitz verlegen. Anlass waren stark gestiegene Treibstoffpreise. Die größten Proteste in der Geschichte von Chile wurden ursprünglich durch eine Anhebung der U-Bahnfahrpreise ausgelöst, die inzwischen aber wieder zurückgenommen wurde. In beiden Ländern wurden Demonstrationen wurden zu einer Massenbewegung gegen Ungleichheit in dem Land.

Unterdessen wurde in Argentinien gewählt. Staatschef Mauricio Macri räumte am seine Niederlage in den Präsidentschaftswahlen vom Wochenende ein. Neuer Präsident wird Alberto Fernández, der politisch links der Mitte steht. Thomas Fischermann ist Wirtschaftsredakteur der ZEIT. Im Nachrichtenpodcast analysiert er die Lage in Südamerika und erklärt warum die Mittelschicht in vielen Ländern frustriert ist.

Im Juni ist Andrea Nahles als Vorsitzende der SPD zurückgetreten. Es folgte ein langer Bewerbungsprozess und ein ebenso langwieriger Mitgliederentscheid. Die Liste an Kandidaten-Duos und Einzelkämpfer schien war lang. Nun sind nach der ersten Runde zwei zwei Kandidatinnenduos übriggeblieben. Finanzminister Olaf Scholz zusammen mit Klara Geywitz und Walter Borjans mit Saskia Esken. Die einen sind für eine Fortsetzung der Großen Koalition, die anderen sprechen sich für den Ausstieg aus. Was bei der Stichwahl für die Partei auf dem Spiel steht, das erklärt Lisa Caspari, Politikredakteurin von ZEIT ONLINE.

Und sonst so? Eine Würgeschlange ohne Kopf.

Mitarbeit: Andrea Buhtz, Mathias Peer
Moderation: Ole Pflüger

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