Erst kündigte Evo Morales die Einberufung von Neuwahlen in Bolivien an, wenige Stunden später trat er nach 13 Jahren im Amt als Präsident zurück. Nach der Präsidentschaftswahl im Oktober hatten zahlreiche Bolivianerinnen und Bolivianer teils gewaltsam gegen die Wiederwahl Morales protestiert und ihm Wahlbetrug vorgeworfen. Auch internationale Beobachter hatten Unregelmäßigkeiten am erneuten Wahlsieg festgestellt. Weil auch Sicherheitskräfte an den Demonstrationen teilgenommen haben sollen, spricht Morales nun von einem Putsch. Wieso ist es trotz des Rücktritts zu weiteren Protesten gekommen? Und wie geht es nun mit dem zuletzt wirtschaftlich erstarkten Land weiter? Darüber hat Fabian Scheler mit dem freien Journalisten Michael Ebmeyer gesprochen, der gerade erst aus Bolivien zurückgekehrt ist.

Die Linke wählt einen neuen Vorsitz für ihre Bundestagsfraktion. Da die Wiederwahl von Dietmar Bartsch als sicher gilt, geht es vor allem um die Nachfolge Sahra Wagenknechts. Sie hatte im März bekannt gegeben, aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut für den Vorsitz anzutreten. Mögliche Kandidatinnen sind derzeit die wohnungspolitische Sprecherin der Partei, Caren Ley, sowie die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali. Beide wollen einen Neuanfang für die Partei, doch mit Stimmen aus welchem Lager können sie rechnen? Was die beiden potenziellen Nachfolgerinnen in das Amt mitbringen würden und wie bei der Linken die Zusammenarbeit zwischen Fraktions- und Parteispitze funktioniert, erklärt Katharina Schuler. Für ZEIT ONLINE schreibt sie regelmäßig über die Linke.

Und sonst so? Frauen in Männervereinen – zerstört das den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Mitarbeit: Katharina Heflik, Anne Schwedt
Moderation: Fabian Scheler

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