Die USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet. Die Strafmaßnahmen zielen auf den Bausektor des Landes wegen mutmaßlicher Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden ab, wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Die USA betrachten die paramilitärischen Revolutionsgarden als Terrororganisation.

Der Verkauf oder die Bereitstellung von Metallen, Kohle oder Industriesoftware an iranische Bauunternehmen könne mit Sanktionen belegt werden, warnte das Außenministerium. Unter Strafe stünden "vier strategische Materialien", die im Zusammenhang mit Atom-, Militär- oder Raketenprogrammen des Landes genutzt würden. Der iranische Bausektor werde direkt oder indirekt von den Revolutionsgarden kontrolliert, erklärte Außenamtssprecherin Morgan Ortagus. Mit der Ausweitung der Sanktionen solle das Risiko eingedämmt werden, dass der Iran Atomwaffen entwickeln könne.

Auch europäische Firmen könnten betroffen sein

Präsident Donald Trump ist im Mai 2018 aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und verfolgt seitdem mit Sanktionen eine Politik des "maximalen Drucks" gegenüber Teheran. Der Iran hat darauf mit dem schrittweisen Rückzug aus dem Atomabkommen reagiert.

Der Export bestimmter Stahlröhren, Stahltypen und Lötmetalle werde mit Sanktionen geahndet, unabhängig von den Endkunden im Iran, hieß es weiter. Damit könnten zum Beispiel auch europäische Firmen, die zivile Kunden im Iran mit jenen Produkten beliefern, von der US-Regierung bestraft werden.