In einer Zeit, in der es sich kein Politiker mehr leisten kann, zum Problem des Klimawandels zu schweigen, hat Entwicklungsminister Gerd Müller kürzlich überrascht: Es gibt nicht etwa zu wenige Klimakonferenzen, sagte er, sondern zu viele. Zum 25. Mal fliegen dieser Tage insgesamt 30.000 Delegierte zur UN-Weltklimakonferenz, die in Chile stattfinden sollte, wegen der Proteste aber nach Madrid verlegt wurde. Seit Montag wird dort verhandelt, insgesamt zwei Wochen lang. Auf 1,5 Grad, sagen Wissenschaftler, müsse die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts beschränkt werden. Bisher geht die Tendenz in Richtung drei Grad – selbst falls alle auf früheren Konferenzen beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden sollten. Alexandra Endres ist Redakteurin im Wirtschaftsressort bei ZEIT ONLINE, sie fährt seit Jahren zu den Klimakonferenzen und erzählt im Podcast, warum sie dieses Format trotz aller Kritik für sinnvoll hält.

Gut fürs Klima ist auch Fahrradfahren. Kein Verkehrsmittel hat einen besseren Ruf. 4,2 Millionen Fahrräder wurden 2018 in Deutschland verkauft. Was viele nicht wissen: Ein großer Teil von ihnen stammt aus Kambodscha. Aus keinem anderen Land der Welt importiert Deutschland mehr Fahrräder. ZEIT-ONLINE-Wirtschaftsredakteur Zacharias Zacharakis war in Bavet City in Kambodscha, einer Stadt ganz in der Nähe der vietnamesischen Grenze, die zu einer Art internationalem Zentrum der Fahrradindustrie geworden ist. Er hat dort mit Arbeiterinnen und Arbeitern gesprochen. Die berichteten von katastrophalen Bedingungen.

Und sonst so? Adventskalender gibt es nicht nur mit Schokolade. Sondern auch mit Werkzeugen und Würsten. Und: mit guten Nachrichten.

Moderation: Simone Gaul
Mitarbeit: Alexander Eydlin, Christina Felschen

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