Als das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos 2015 eröffnet wurde, sollte es ein Hotspot sein, von dem aus Geflüchtete entweder zügig auf EU-Länder verteilt oder zurück in die Türkei geschickt werden. Inzwischen leben dort 17.000 Menschen – in einem Lager, das für 3.000 Menschen ausgelegt ist. Und im Hinblick auf den nahenden Winter wird die Lage immer katastrophaler. Die Behörden rechnen zudem mit immer mehr Menschen, die nach Lesbos kommen. Für die ZEIT war Caterina Lobenstein, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion, auf Lesbos. Sie berichtet über die Lage auf der Insel und warum es nicht gelingt, die Asylverfahren zu beschleunigen und die Geflüchteten trotz der dramatischen Zustände in Moria aufs Festland zu holen.

In einem der verschwiegensten deutschen Unternehmen ist ein offener Machtkampf ausgebrochen. Wenn heute beim Waffenproduzenten Heckler & Koch eine außerordentliche Aktionärsversammlung stattfindet, wird es unter anderem um einen Abwahlantrag gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden, den ehemaligen Bundeswehr-Generalinspekteur Harald Kujat gehen, eingebracht vom luxemburgischen Aktionär CDE. Denn der will den Waffenhersteller übernehmen, nachdem der Mehrheitsaktionär Andreas Heeschen angekündigt hat, einen beträchtlichen Teil seiner Anteile abzugeben. Hauke Friederichs, freier Autor für ZEIT und ZEIT ONLINE, hat zur Situation bei Heckler & Koch recherchiert. Im Gespräch mit Fabian Scheler erzählt er, warum der Machtkampf den Waffenhersteller in einem ungünstigen Moment trifft. Und wieso das Wirtschaftsministerium über die Besitzverhältnisse bei Heckler & Koch mitentscheidet.

Und sonst so? Die Worte des Jahres von Megan Rapinoe, Weltfußballerin des Jahres.

Mitarbeit: Johann Stephanowitz, Christina Felschen
Moderation: Fabian Scheler

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