Die erste Woche der Impeachment-Verhandlungen ist vorbei. Drei Tage und insgesamt fast 24 Stunden lang haben die Demokraten ihre Argumente vorgebracht. In den Eröffnungsplädoyers argumentierten sie, US-Präsident Donald Trump habe sein Amt missbraucht und Druck auf die ukrainische Führung ausgeübt, nur um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen und seine eigene Wiederwahlkampagne zu unterstützen. Trump und seine republikanischen Unterstützer kritisierten hingegen, die Ankläger hätten immer nur den "gleichen, alten Kram" wiederholt. Sie beschuldigten die Demokraten, die Plädoyers unnötig in die Länge zu ziehen und die Fakten zu verzerren. Konnten die Demokraten ihre Chance nutzen und überzeugen? Mit Klaus Brinkbäumer, der für die ZEIT aus den USA berichtet, spricht Mounia Meiborg über Überraschungen in den Eröffnungsplädoyers, die Strategie der Verteidigung und wie viel Wahlkampf in dem Amtsenthebungsverfahren steckt.

Seit 2015 treibt die rechtsnationale Regierungspartei PiS in Polen eine Justizreform voran, die zunehmend die Gewaltenteilung außer Kraft setzt. Eine Reihe von Gesetzen ermöglicht dem Parlament mehr Einflussnahme auf das Verfassungsgericht, das oberste Gericht und den Landesjustizrat. Der Europäische Gerichtshof urteilte, dass Teile der Justizreform gegen europäisches Recht verstoßen. Die PiS-Regierung hält trotz der Kritik an ihrem Kurs fest. Am Donnerstag hat das Parlament nun ein Gesetz verabschiedet, das Richterinnen und Richtern verbietet, die umstrittene Justizreform zu kritisieren. Welche Motive stecken hinter dem als "Maulkorbgesetz" kritisierten Beschluss? Und wie reagiert die Europäische Union auf die Zensur? Ulrich Krökel, der als Korrespondent aus Warschau berichtet, erklärt, worum es in der umstrittenen Justizreform geht und wie sich das neue Gesetz auf das angespannte Verhältnis zwischen der EU und Polen auswirkt.

Außerdem: Hunde sind treu, Katzen nicht? Von wegen.

Mitarbeit: Sophia Hofer, Christina Felschen
Moderation: Mounia Meiborg

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