2019 war das Jahr, in dem sich niemand mehr vor dem Thema Klimawandel drücken konnte. Tausende Schülerinnen und Schüler demonstrierten jeden Freitag für mehr Klimaschutz, im Bundestag fiel der Begriff "Klima" so häufig wie nie zuvor, das Time-Magazin kürte Greta Thunberg zur Person des Jahres. Den Mächtigen der Welt warf sie vor, die Zukunft ihrer Generation zu verraten, und sagte ihnen: "Ich will, dass ihr Panik geratet." Davon war im vergangenen Jahr wiederum nicht viel zu spüren: Die 25. Klimakonferenz in Madrid endete mit einem Formelkompromiss, das Klimapaket der Bundesregierung blieb weit hinter den Forderungen der Klimaschützer zurück. 2020 könnte nun das Jahr werden, in dem nicht nur über Klima geredet, sondern auch politisch gehandelt wird. ZEIT-ONLINE-Redakteurin Alexandra Endres spricht über die Ziele der deutschen Klimapolitik in diesem Jahr und erklärt, was der vielfach beklatschte Green New Deal der neuen EU-Kommission wirklich bewirken kann.

"Get Brexit Done!", versprach der britische Premier Boris Johnson bei der Wahl im letzten Jahr seinen Anhängern, "den Brexit hinkriegen". Ausgestattet mit einer absoluten Mehrheit ließ er das Parlament seinem Deal mit der EU zustimmen. Es ist also so weit: Am 31. Januar verlässt Großbritannien die EU. Doch wirklich vollzogen ist der Austritt dann noch nicht: Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, in der Großbritannien im Prinzip EU-Mitglied ohne Mitspracherecht bleibt. In dieser Zeit haben die Briten noch einen Zugang zum gemeinsamen Markt – und die EU elf Monate Zeit, die künftigen Beziehungen zum ehemaligen Mitgliedsstaat zu verhandeln. Darüber, was genau da verhandelt wird und was Johnson nach dem Brexit mit seinem Land vorhat, spricht der Leiter des Politikressorts von ZEIT ONLINE Marcus Gatzke.

Und sonst so? 2019 hat die Zitate, wir haben die Grooves.

Mitarbeit: Alexander Eydlin, Mathias Peer
Moderation: Ole Pflüger

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