Immer am Jahresanfang treffen sich die Bundestagsabgeordneten der CSU im bayerischen Kloster Seeon. In den vergangenen Jahren kamen aus dem tiefen Bayern vor allem markige Sprüche wie die Forderung Alexander Dobrindts nach einer "konservativen Revolution". Dieses Jahr, das zeigt schon die Gästeliste, soll vieles anders, moderner, internationaler werden. Die Beschlussvorlage trägt den für die CSU ungewöhnlichen Titel: "Unsere Politik für eine freie und vielfältige Gesellschaft – mit 80 Millionen Lebensentwürfen und Lebensrealitäten." Hinzu kommt der Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, das Bundeskabinett zu verjüngen. Er wird dabei von Alexander Dobrindt, dem Chef der CSU-Landesgruppe, unterstützt. Was genau von dem Treffen zu erwarten ist und was die CSU in kommender Zeit plant, erzählt ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Ferdinand Otto im Gespräch mit Moderator Fabian Scheler.

Fast sieben Monate nach der Ibiza-Affäre und dem Zerbrechen des Bündnisses aus ÖVP und FPÖ steht in Österreich die neue Regierung. Künftig will der alte und neue Kanzler Sebastian Kurz mit den Grünen regieren, die der Koalition auf ihrem Bundeskongress mit überragenden 93,2 Prozent zugestimmt haben. Dabei trennt die beiden Parteien vieles, etwa in den Bereichen Umweltschutz, Migration und Sicherheitspolitik. Wie liefen die Verhandlungen? Florian Gasser von den Österreich-Seiten der ZEIT hat die Regierungsbildung beobachtet. Er erzählt, ob diese Koalition auf Dauer funktionieren kann. Und ob sie nicht vielleicht auch einen konservativ-grünen Trend in Europa auslösen könnte.

Und sonst so? Oliver Kahn kommt zurück.

Mitarbeit: Johann Stephanowitz, Mathias Peer
Moderation: Fabian Scheler

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