Morddrohungen, Beleidigung, Hass: Zunehmend werden Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, bedroht. Auf Facebook, Twitter und Co. kann sich innerhalb von wenigen Minuten ein Hatestorm entladen. Längst sind nicht nur Spitzenpolitikerinnen und -politiker Ziel solcher Hassnachrichten. Es trifft die Lokalpolitikerin, die sich gegen rechts positioniert, den Lehrer, der im Unterricht den Islam behandelt, die Pastorin, die Nächstenliebe predigt oder die Ehrenamtliche, die in einer Flüchtlingsunterkunft hilft. Manchmal ist der Hass so erdrückend, die Bedrohung so real, dass die Menschen ihr Amt aufgeben und sich zurückziehen. Was sind das für Menschen, die Morddrohungen übers Internet verschicken? Und wie schätzt der Staat die Gefahr ein? Über die Strukturen und Netzwerke hinter der Hetze und die Verbindungen zum rechtsextremen Milieu spricht Christian Fuchs, investigativer Reporter bei der ZEIT.

Mit einer großen Party haben die Briten am Freitag die Europäische Union verlassen. Bis Jahresende wollen Großbritannien und die EU ihre künftige Zusammenarbeit in neuen Verträgen festhalten. Großbritannien ist für die EU ein wichtiger Exportmarkt, während der britische Finanzsektor zum Beispiel eng mit dem europäischen Festland verbunden ist. Der EU-Verhandlungsführer Michael Barnier hat Großbritannien ein weitreichendes Handelsabkommen angeboten. Die EU sei bereit, auf Zölle und Einfuhrquoten auf alle Waren aus Großbritannien zu verzichten. Im Gegenzug müsse das Vereinigte Königreich sich verpflichten, keine EU-Standards zu unterlaufen. Der britische Premierminister Boris Johnson lehnte allerdings ab, sich an EU-Regeln zu binden. Doch ein Kompromiss liegt näher, als es scheint, sagt die freie Korrespondentin Bettina Schulz.

Und sonst so? Eine Internetkampagne der CSU gegen ein Tempolimit stößt im Internet auf Spott.

Mitarbeit: Sophia Hofer, Anne Schwedt
Moderation: Ole Pflüger

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