Wer führt künftig die Geschicke des Landes Thüringen: Der Linke Amtsinhaber Bodo Ramelow, dessen Partei bei den Landtagswahlen die meisten Stimmen geholt hat? Der FDP-Mann, dessen Partei mit Ach und Krach in den Landtag gekommen ist? Oder der Bürgermeister eines 350-Einwohner-Dorfs, den die zweitstärkste AfD ins Rennen geschickt hat? Könnten die Thüringerinnen und Thüringer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würde der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die LINKE) mit großer Wahrscheinlichkeit gewinnen. Mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger halten Ramelow laut einer Umfrage des MDR Thüringen für einen guten Ministerpräsidenten, 60 Prozent würden ihm direkt ihre Stimme geben. Doch der Ministerpräsident wird von den Abgeordneten im Landtag bestimmt. Und da hat die Rot-Rot-Grüne Regierungskoalition von Ramelow seit der Landtagswahl im Oktober 2019 keine Mehrheit mehr, vier Stimmen fehlen ihr. Wie sehen Ramelows Chancen für eine zweite Amtszeit aus, und warum ist das eine Chance für die Demokratie? Das bespricht Rita Lauter mit Martin Debes, Chefreporter der Thüringer Allgemeine und freier Autor für ZEIT ONLINE. 

Chauvinismus, Sexismus, die Aufgabe internationaler Verträge wie Klimapakt und Atomabkommen – all das konnte Donald Trump nichts anhaben. Stolpert der US-Präsident nun über einen Anruf bei seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskij? Das hoffen jedenfalls die Demokraten im Kongress, die ein Impeachment-Verfahren gegen ihn angestrengt haben. Die Beweislage, die die Demokraten vorgelegt haben, ist dicht, doch mit John Bolton wurde ein Hauptbelastungszeuge nicht zugelassen. Und im Senat, wo heute darüber abgestimmt wird, ob Trump sein Amt verliert, haben seine Republikaner die Mehrheit. Kann ihm das Verfahren dennoch im Wahlkampf schaden – die Demokraten haben sich ja bei den Vorwahlen in Iowa ja auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert? Das ordnet ZEIT-ONLINE-Politikredakteur Carsten Luther ein.

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Mitarbeit: Sophia Hofer, Mathias Peer
Moderation: Rita Lauter

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