Anfang August erschütterte die Explosion in einer Lagerhalle am Hafen von Beirut den Libanon. 180 Menschen starben, mehr als 6.000 wurden verletzt und das vorher schon instabile Land stürzte in eine wirtschaftliche und politische Krise. Die Währung fiel um mehr als 80 Prozent, die Arbeitslosigkeit stieg und die Menschen demonstrierten gegen die politische Elite im Land. Premierminister Hassan Diab und die Regierung traten daraufhin zurück. Eine Gruppe ehemaliger Regierungschefs hat laut einer Erklärung aus Beirut nun einen Nachfolger Diabs bestimmt: Der libanesische Botschafter in Berlin, Mustapha Adib, soll künftig die Regierung anführen. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hat bereits einen Neuanfang gegen Korruption und Misswirtschaft gefordert und reist nun erneut in den Libanon. Wie realistisch ist eine Veränderung unter Einfluss der alten Elite?
Mit ZEIT-Nahostkorrespondentin Lea Frehse sprechen wir über Mustapha Adib und die Chance eines Neustarts im politischen Klima des Landes.
Die Linke
steht nun, knapp ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl, vor einer
zumindest personellen, wenn nicht auch inhaltlichen Wende: Die
bisherigen Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger haben am Freitag und Samstag ihren Rücktritt erklärt.
Es sei "an der Zeit, etwas Neues zu beginnen", schrieb Kipping in einem
Brief. Laut Parteisatzung soll zudem kein Amt länger als acht Jahre von
einem Mitglied ausgeübt werden. Daher ist der Wechsel der 2012
gewählten Doppelspitze keine Überraschung, könnte aber angesichts der
aktuellen Umfragewerte vor allem eine Chance sein: Denn seit Monaten
hängt die Linke im Umfragetief. Die Diskussionen um die Nachfolge
konzentrieren sich zurzeit auf die Fraktionsvorsitzenden aus Hessen und
Thüringen, Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow.
Mit ZEIT-ONLINE-Politikredakteurin Katharina Schuler
sprechen wir über die möglichen Kandidatinnen und ihre Ausrichtungen. Was
für eine Bilanz lässt sich aus der Amtszeit von Katja Kipping und Bernd Riexinger ziehen?
Und sonst so? Krokodilsjagd in Sachsen-Anhalt
Moderation: Elise Landschek
Mitarbeit: Ivana Sokola, Anne Schwedt
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Anfang August erschütterte die Explosion in einer Lagerhalle am Hafen von Beirut den Libanon. 180 Menschen starben, mehr als 6.000 wurden verletzt und das vorher schon instabile Land stürzte in eine wirtschaftliche und politische Krise. Die Währung fiel um mehr als 80 Prozent, die Arbeitslosigkeit stieg und die Menschen demonstrierten gegen die politische Elite im Land. Premierminister Hassan Diab und die Regierung traten daraufhin zurück. Eine Gruppe ehemaliger Regierungschefs hat laut einer Erklärung aus Beirut nun einen Nachfolger Diabs bestimmt: Der libanesische Botschafter in Berlin, Mustapha Adib, soll künftig die Regierung anführen. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron hat bereits einen Neuanfang gegen Korruption und Misswirtschaft gefordert und reist nun erneut in den Libanon. Wie realistisch ist eine Veränderung unter Einfluss der alten Elite?
Mit ZEIT-Nahostkorrespondentin Lea Frehse sprechen wir über Mustapha Adib und die Chance eines Neustarts im politischen Klima des Landes.