Seit Jahren rüstet die EU ihre Grenzschutzagentur Frontex auf. Und seit Jahren gibt es Kritik daran, dass Frontex Schutzsuchende an den EU-Außengrenzen illegal zurückweise. Laut Medienberichten sollen zum Beispiel griechische Grenzschützer mehrfach Boote mit Migrantinnen und Migranten zurück in Richtung Türkei getrieben haben. Neue Vorwürfe kommen von einem Team aus sechs freien Journalistinnen und Rechercheuren aus fünf Ländern. Sie haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit Frontex befasst und am Freitagabend im ZDF einen Teil der Recherchen unter dem Titel "Frontex-Files" veröffentlicht. Ihre Ergebnisse: Die Grenzschutzagentur soll heimlich Waffenlobbyisten getroffen haben. Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf ermittelt bereits. Damit gerät die EU-Agentur weiter unter Druck. Die österreichische Journalistin Vera Deleja-Hotko ist Teil des Teams und erklärt im Podcast, warum diese Treffen zwischen Frontex und der Waffenlobby problematisch sind.
Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten darüber, welche Corona-Maßnahmen ab dem 14. Februar gelten sollen. Vor ein paar Wochen sah es noch so aus, als ob sie die Maßnahmen lockern würden. Durch die mutierten Varianten des Coronavirus hat sich die Gefährdungslage in Deutschland nun aber verändert. Die Mutanten könnten sich auch in Deutschland weiter verbreiten, vor allem wenn wieder mehr öffentliches Leben zugelassen werden sollte. Die Fallzahlen gehen laut Robert Koch-Institut zwar in den meisten Regionen momentan zurück, aber die drei neuen Varianten des Virus sind noch ansteckender als bisherige Formen. Bei den Varianten aus Südafrika und Brasilien gibt es außerdem die Befürchtung, dass die Impfstoffe gegen sie weniger wirksam sein könnten. Im Podcast spricht die freie Autorin Alisa Schröter darüber, wie gefährlich die Mutanten sind.
Und sonst so? Endlich Schlittenfahren in deutschen Großstädten. Die Verhaltensregeln müssen viele aber noch üben.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Pia Rauschenberger, Anne Schwedt
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