Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), sieht bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen des Landes. "Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind", sagte Wanderwitz. Ein Teil der Bevölkerung habe "gefestigte nicht demokratische Ansichten".
Nach
seiner Einschätzung sei ein geringer Teil der AfD-Wähler "potenziell
rückholbar". Es bleibe nur Bildungsarbeit und das Hoffen "auf die
nächste Generation". Die CDU dürfe sich nicht von der AfD treiben lassen
und müsse sich auf den politischen Wettbewerb mit anderen Parteien
fokussieren, forderte Wanderwitz.
AfD vor Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt
Kommende Woche wird in Sachsen-Anhalt gewählt, die CDU führt laut Umfragen und käme bei der anstehenden Wahl auf 28 Prozent. Die Alternative für Deutschland kann auf einen erneuten Wahlerfolg in dem Bundesland hoffen und steht aktuell bei 24 Prozent und würde damit in etwa so stark abschneiden wie bei der vergangenen Landtagswahl in 2016.
Eine weitere Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa sieht die AfD für den Wahlsonntag am 6. Juni sogar vor der CDU und demnach bei 26 Prozent als stärkste Kraft des Landtags. Damit würde die Partei ihren bisher größten Wahlerfolg in dem Bundesland erzielen, auch bundesweit hat sie bisher nur in Sachsen im Jahr 2019 stärker abgeschnitten und 27,5 Prozent der Wahlstimmen erlangt, in Thüringen und Brandenburg wurde sie im selben Jahr von jeweils mehr als 23 Prozent der Bevölkerung gewählt.
An die Regierung in Sachsen-Anhalt dürfte die Partei nach der anstehenden Wahl allerdings nicht gelangen. Die CDU hat eine Zusammenarbeit ausgeschlossen, beide Umfragen sehen bisher weiterhin eine Mehrheit für die sogenannte Keniakoalition aus CDU, SPD und Grünen. 2016 hatte sich die ungewöhnliche Allianz gebildet, um eine Beteiligung der AfD an einer Regierung zu verhindern.
Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), sieht bei Menschen in Ostdeutschland eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als im Westen des Landes. "Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind", sagte Wanderwitz. Ein Teil der Bevölkerung habe "gefestigte nicht demokratische Ansichten".
Nach
seiner Einschätzung sei ein geringer Teil der AfD-Wähler "potenziell
rückholbar". Es bleibe nur Bildungsarbeit und das Hoffen "auf die
nächste Generation". Die CDU dürfe sich nicht von der AfD treiben lassen
und müsse sich auf den politischen Wettbewerb mit anderen Parteien
fokussieren, forderte Wanderwitz.