CSU-Justizpolitikerin Merk will Jugendstrafrecht beibehalten .

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hat sich für die Beibehaltung des Jugendstrafrechtes ausgesprochen und sich damit gegen ihren Hamburger Ministerkollegen Roger Kusch (CDU) gestellt. "Für mich steht fest: Jugendliche Straftäter müssen wir altersgerecht behandeln. Das Jugendstrafrecht besitzt einen hohen Anspruch. Es erfüllt ihn in bemerkenswertem Umfang. Es verdient Unterstützung und Verbesserung, also gerade nicht die Abschaffung", sagt sie in der ZEIT.

Die CSU-Politikerin erinnert an den Grundgedanken des Jugendstrafrechts: "Junge Täter sind Menschen in einer einschneidenden Entwicklungsphase. Sie versuchen sich zu finden, sie handeln in aller Regel aus anderen Motiven als Erwachsene. Die meisten Täter sind nicht sehr kriminell, sondern einfach sehr jung. Übermut, Unerfahrenheit und Schwäche werden bei manchen Jugendlichen zu Stolpersteinen auf dem Weg ins Erwachsenenleben."

Die meisten Strafen bestünden aus "gezielten pädagogischen Maßnahmen", die wesentlich dazu beitrügen, "dass derartige Kriminalität zumeist episodenhaft bleibt und sich nicht fortsetzt". Merk setzt sich dafür ein, "das bestehende Jugendstrafrecht" zu verbessern.

Sie spricht sich außerdem dafür aus, für jugendliche Intensivtäter die Möglichkeit der nachträglichen Sicherungsverwahrung auch im Jugendstrafrecht zu schaffen.

Päpstlicher Wissenschaftler verteidigt Evolutionstheorie .

Urknall und Evolutionstheorie seien vereinbar mit dem christlichen Glauben, sagt der Leiter der päpstlichen Sternwarte, George Coyne, in der ZEIT. "Die Evolutionstheorie glorifiziert Gott." Der 73-jährige Jesuit und Astrophysiker verteidigt die moderne Naturwissenschaft gegen wörtliche Interpretationen der Bibel. Die Schöpfungsgeschichte sei "eine wunderschöne Geschichte, aber keine Wissenschaft". Umgekehrt sage die Wissenschaft nichts über Gott aus: "Gott ist keine Randbedingung des Universums. Man kann die Existenz Gottes nicht mit Hilfe der Quantenphysik widerlegen – noch kann man sie beweisen. Die Wissenschaft ist gegenüber religiösen, philosophischen und theologischen Schlussfolgerungen absolut neutral."