BKA und deutsche Konzerne kooperieren bei Terrorbekämpfung

Die Zusammenarbeit von Bundeskriminalamt und deutschen Konzernen bei der Bekämpfung von Terror und Kriminalität nimmt konkrete Formen an. Bei einem vertraulichen Treffen mit den Sicherheitschefs von 18 Global Playern wie BASF, DaimlerChrysler und Lufthansa hat BKA-Chef Jörg Ziercke am 23. März in Wiesbaden über die Ende 2005 verkündeten Pläne einer Kooperation gesprochen. In Zukunft soll der Kreis auf 40 bis 45 Unternehmen anwachsen. "Bei dieser Größenordnung soll es dann in etwa bleiben", sagt Ziercke der ZEIT. Das nächste Treffen soll Ende September stattfinden.

Während es den Unternehmen um ein Frühwarnsystem für die Gefährdung von Anlagen und Mitarbeitern geht, hofft das BKA auf Informationen, die die Konzerne mit ihren Sicherheitsapparaten weltweit zusammentragen, sowie auf Einblicke in die neueste Forschung. Sorgen, die Unternehmen könnten zum verlängerten Arm der Behörden werden, tritt Ziercke entgegen: "Es kann überhaupt nicht die Rede davon sein, dass die beteiligten Unternehmen Informationen über ihre Mitarbeiter an das BKA weiterleiten sollen." Geplant seien gegenseitige Hospitanzen sowie eine jährliche Konferenz mit den Global Playern. In der Abteilung "Internationale Koordinierung" in Berlin sei bereits ein Mitarbeiter als Kontaktstelle der Wirtschaft benannt worden.

Die Wirtschaft sieht den Gesetzgeber gefordert, soll die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden. "Die informationelle Zusammenarbeit der Beteiligten sollte sich auf sicherem rechtsstaatlichem Boden bewegen", sagt Thomas Menk der ZEIT. Menk ist Vorsitzender der ASW, der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft in Berlin.

Fifa zieht Konsequenz aus Skandal um Vizepräsident

Der Weltfußballverband Fifa zieht die Konsequenz aus dem Skandal um Fifa-Vizepräsident Jack Warner (Trinidad) und bringt ein neues Gremium auf den Weg, das interne Verstöße besser ahnden soll. Auf dem im Juni stattfindenden Fifa-Kongress in München werde es dazu einen Vorschlag geben, sagt Fifa-Präsident Joseph Blatter der ZEIT. "Wir wollen ein unabhängiges juristisches Gremium schaffen ... Wir haben gesehen, dass die Ethikkommission so nicht funktioniert hat. Also ändern wir etwas."