DFB-Chef Zwanziger: Keine Panzer vor den Stadien

Die Bundeswehr soll bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den Kasernen bleiben. "Panzer im Umfeld von Stadien: Das wäre nicht in meinem Sinne", sagt der geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußballbundes, Theo Zwanziger, in der ZEIT "Wir haben uns beworben auch mit dem Versprechen, hier fröhliche, lockere, ja unbekümmerte Gastgeber zu sein – und damit das Image Deutschlands in der Welt zu fördern. Wir wollen, dass sich die Leute in den Armen liegen. Wenn im Hintergrund, und sei es vorsorglich, Panzer stehen, funktioniert das nicht."

Zwanziger begründet seine Skepsis mit Erfahrungen aus der deutschen Geschichte: "Die Vermischung von polizeilichen und militärischen Aufgaben ist gefährlich. Das lehrt uns unsere Geschichte. Eine Weltmeisterschaft ist, bei aller Bedeutung, kein Anlass, von diesem Prinzip abzuweichen." Allerdings schränkte Zwanziger ein, Terrorismus könne für eine Gefahrenlage sorgen, "die von der Polizei nicht mehr zu beherrschen ist". In diesem Fall will er die Hilfe der Bundeswehr nicht ausschließen.

DFB und Regierung planen Fußball-Projekt für Einwanderer-Mädchen

Der DFB und die Bundesregierung planen eine Initiative zur besseren Integration junger Mädchen aus Einwandererfamilien mit Hilfe des Fußballs. Der geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Theo Zwanziger, sagt in der ZEIT: "Es wird eine gemeinsame Initiative der Bundesregierung und des DFB geben zur Integration sozial benachteiligter Kinder, insbesondere junger Mädchen aus Immigrantenfamilien. Hier werden Konzepte erarbeitet, wie der Fußball dafür sorgen kann, dass sich Menschen die Hand reichen."

Zwanziger fügt hinzu, die Religion könne offensichtlich nicht mehr ausreichend zwischen den Kulturen vermitteln. "Der Fußball hingegen, davon bin ich überzeugt, kann das", sagt der DFB-Funktionär über die Pläne, die an den britischen Kinofilm "Kick it like Beckham" aus dem Jahr 2002 erinnern. In dem Film verwirklicht ein Mädchen aus einer Immigranten-Familie erfolgreich ihren Wunsch, Profifußballerin zu werden.

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