Bayern-Trainer Magath: Mein Vater hat mir prophezeit, dass ich nach München geheDer neue Trainer des FC Bayern München, Felix Magath, hat sein Ziel klar vor Augen: "Ich will mit meiner Mannschaft Deutscher Meister werden und die Champions League gewinnen." Den ersten Titel – den Ligapokal – hat er schon in der Tasche. "Ich bin überzeugt, dass ich den Weg kenne, mit dem man Europapokalsieger werden kann", sagt Magath in einem Interview der ZEIT. "Mein Vater hat mir schon vor drei Jahren prophezeit, dass ich nach München gehe."Der 51-Jährige hatte sich vor seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zum FC Bayern eine Alternative überlegt: "Stuttgart ist mein letzter Versuch, einen Bundesligaverein zu retten. Wenn das nicht hinhaut, gehe ich in die unteren Ligen oder die Karibik. Lebe unter angenehmen Bedingungen und arbeite nebenher als Entwicklungshelfer. Im Fußball."Wenn sich alle seine Trainerziele erfüllt haben, will Magath vom FC Bayern weggehen: "Sollte ich mal nicht mehr gierig sein nach Titeln, dann müsste ich Bayern verlassen, vielleicht zu einem ausländischen Spitzenclub."Arbeitsmarktforscher zu Hartz IV: Zumutbarkeitskriterien in der Praxis wirkungslosDie neuen Zumutbarkeitskriterien für Langzeitarbeitslose, die mit der Hartz-IVReform eingeführt werden, dürften sich in der Praxis als weit gehend wirkungslos erweisen. "Das Schreckgespenst ist nur ein Papiertiger", schreibt der Nürnberger Arbeitsmarktexperte Hermann Scherl in der ZEIT. Arbeitslose hätten auch in Zukunft die Möglichkeit unattraktive Stellenangebote abzulehnen. Dafür reichen schon "subtile Signale" an den Arbeitgeber, wie die Erwähnung gesundheitlicher Probleme, etwa Migräne. Es "gibt etliche Möglichkeiten, die faktisch kaum als schuldhafte Vereitelung der Beschäftigungsofferte geahndet werden können." Leistungskürzungen müssten die Arbeitslosen deshalb kaum befürchten, so der Professor für Sozialpolitik.Umgekehrt hätten auch die Vermittler der Arbeitsagentur kein Interesse, unattraktive Jobangebote zu machen, so Scherl: "Denn bei unwilligen Bewerbern ist zu befürchten, dass darüber verärgerte Stellenanbieter die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur einschränken."Um Langzeitarbeitslose auch zur Annahme niedrig bezahlter Jobs zu bewegen, sieht Scherl nur die Möglichkeit, großzügige Freibeträge für die Anrechnung von Zuverdiensten zu schaffen. "Die Freibetragsregelung ist bei Hartz IV allerdings dürftig", schreibt Scherl. Zusätzlich käme die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit in Betracht, Arbeitslose, die längere Zeit keine Arbeit finden können oder wollen, mit gemeinnützigen Arbeiten mit einer geringen Mehraufwandsentschädigung zu beschäftigen.Bildungsministerin Buhlmann träumt vom Schlaraffenland des WissensBildungsministerin Edelgard Bulmahn träumt von einer Zeitreise in die Zukunft, in der es selbstverständlich ist, dass Bildung und Leistung gefördert werden. Ihrem Traum stellt sie die politische Wirklichkeit Berlins gegenüber: "Wo in unserem Land nicht mehr sachlich darüber diskutiert wird, was mit individueller Förderung wirklich gemeint ist, sondern nur noch Zuständigkeiten einzelner Verantwortlicher im Vordergrund stehen, hat der Erfolg schon verloren. Es sind schmerzhafte Niederlagen, die mir wehtun", schreibt Bulmahn in der ZEIT. "Dann knallt schon mal eine Tür zu oder fliegt eine Vase zu Boden."Die Bundesministerin für Bildung und Forschung wünscht sich in ihren Tagträumen auf einem Planet des Wissens zu landen: "Ich treffe auf die Hochschule meiner Träume, ein Schlaraffenland des Wissens."Auf ihrer Zeitreise will die Politikerin Künstler, Wissenschaftler und Menschen ihres Vertrauens mitnehmen. Bulmahn: "Ich wähle Männer aus, denen Platzhirschgebaren fremd ist, solche, die nicht hinter geschlossenen Türen über Dinge reden, die sie sich von Angesicht zu Angesicht nicht zu sagen trauen. Diesen Charakterzug mag ich nicht; er kommt mir aus meiner täglichen Arbeit allzu bekannt vor."Eon-Energie-Chef Theyssen erwartet steigende Strom-Preise Nach dem Öl wird auch der Strom teurer werden. Das sagt der Vorstandsvorsitzende von Eon-Energie , Johannes Teyssen, in einem Interview der ZEIT. "Der Gaspreis wird dem Ölpreis folgen, und das wird auch den Strom teurer machen", so Teyssen. "In der Tendenz werden die Preise für die Netznutzung aufgrund der staatlichen Effizienzauflagen sinken. Diese bestimmen aber nur rund ein Drittel des Strompreises", sagt der Eon-Energie -Chef weiter. Teyssen bezweifelt, dass sich der Klimawandel ohne Kernenergie bekämpfen lässt. Er geht davon aus, dass der von der Bundesregierung beschlossene Atomausstieg überprüft wird. Ob Eon neue Kernkraftwerke bauen will, lässt der Eon- -Manager "sehr gründlich prüfen. Kurzfristig steht eine Entscheidung nicht an." Er könne "durchaus jene Menschen verstehen, die ihre Probleme mit der Kernenergie haben", sagt Teyssen der ZEIT. Für Rückfragen stehen Ihnen Elke Bunse oder Iljane Weiß, ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, (Tel. 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, e-mail: bunse@zeit.de bzw. weiß@zeit.de) gern zur Verfügung.