Statistisches Bundesamt: Die Armen werden ärmer

Die Verteilung der Vermögen und Einkommen in Deutschland wird immer ungleicher. Nach bisher unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, über die die ZEIT in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, entsteht neues Geldvermögen in Form von Wertpapieren, Bausparen, Sparkonten und Lebensversicherungen vor allem bei den ohnehin schon vermögenden Haushalten.

Während sich das Geldvermögen des ärmsten Viertels der westdeutschen Haushalte zwischen 1993 und 2003 mehr als halbiert hat, vermehrte es sich beim wohlhabendsten Viertel um rund 25 Prozent. Davon profitieren vor allem ältere Bürger.

Bei den Einkommen war der Anteil der Haushalte, die weniger als die Hälfte der Durchschnittseinkommen zur Verfügung haben und damit als arm gelten, über lange Jahre fast konstant geblieben. 2002 schnellte er von 9,4 Prozent auf 11,1 Prozent hoch. Die Armutsgrenze lag 2002 bei monatlich 1177 Euro einschließlich aller Sozialtransfers.

Internes Pentagonpapier:
Der Aufstand im Irak kann noch lange dauern

Das amerikanische Verteidigungsministerium geht laut einer interne Analyse davon aus, dass der Kampf der irakischen Widerständler gegen die Besatzungstruppen noch lange anhalten kann. "Die irakischen Aufständischen könnten langfristig durchhalten; solange Geld und Nachschub in den Irak geschleust werden, werden sie in der Lage sein, Angriffe auszuführen", heißt es in einem Papier aus dem Pentagon, das der ZEIT vorliegt.

Nach dieser Einschätzung attackieren im Wesentlichen vier größere Gruppen im Irak die Soldaten der internationalen Militärkoalition: ehemalige Mitglieder von Saddam Husseins Regime (im Militärjargon Former Regime Elements oder kurz FRE genannt), sunnitische Araber und Nationalisten (die große Teile der ehemaligen irakischen Oberschicht ausmachten), strenggläubige Schiiten um den Geistlichen Muktada al- Sadr (die so genannte Mahdi-Armee), und einheimische wie zugewanderte islamische Extremisten (Al-Qaida-Anhänger).