Auf die Panzer, Raketen und Truppenformationen folgte ein Umzug mit rund 200.000 ausgesuchten Teilnehmern, die auf großen Wagen die Errungenschaften der Volksrepublik darstellten. Die Militärparade war begleitet von der größten Schau der chinesischen Luftwaffe, die mit 150 Kampfjets, Bombern und Hubschraubern über die Stadt flog. Dabei steuerten auch erstmals Pilotinnen 15 Flugzeuge – am Ende der Flugschau.

Die Parade und größte Waffenschau in der Geschichte des Landes fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Das normale Volk war nicht zugelassen. Die 17 Millionen Pekinger waren vielmehr aufgefordert, das Propagandaspektakel im Fernsehen zu verfolgen.

Als Oberkommandierender nahm Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao die Parade stehend in einer Limousine des Typs Rote Fahne ab. In einer Rede vom Tiananmen-Tor versicherte der in eine Mao-Jacke gekleidete Präsident, China sei einer "friedlichen Entwicklung" verpflichtet.

Die Volksrepublik suche die Kooperation mit anderen Ländern auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts der Souveränität und territorialen Integrität und der "Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten".