Der britische Energieminister Ed Miliband bestätigte entsprechende Berichte am Montag. Keine Genehmigung erhielt der französische Betreiber EDF für ein Atomkraftwerk in Dungeness in Kent. Miliband begründete den Ausbau der Atomkraft mit dem Klimaschutz. "In einer Welt, in der unsere Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee zurückgehen, ist ein stärkerer Energie-Mix mit geringem CO2-Ausstoß die sichere Variante", erklärte er. In Großbritannien stammten im zweiten Quartal 2009 rund 20 Prozent des Stroms aus Atomkraft. Die Londoner Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2050 auf mindestens 80 Prozent unter dem Stand von 1990 zu drosseln.
 

Außer im nordenglischen Kirksanton will RWE gemeinsam mit E.on noch zwei weitere Atomkraftwerke in Großbritannien bauen. Dafür gründen die beiden größten deutschen Energiekonzerne derzeit ein Gemeinschaftsunternehmen und haben sich bereits Flächen an den Kraftwerkstandorten Wylfa und Oldbury gesichert.