"Wir haben die Vorbereitungen um 9.30 Uhr (7.00 Uhr MEZ) in Gegenwart der Vertreter (der Internationalen Atomenergiebehörde) begonnen", sagte ein Sprecher der iranischen Atombehörde. Mit diesem Schritt dürften sich internationale Forderungen nach weiteren UN-Sanktionen gegen die Islamische Republik verstärken.

Iran hatte bereits angekündigt, mit der Anreicherung von Kernbrennstoff auf 20 Prozent zu beginnen. Für den Bau eines atomaren Sprengsatzes muss Uran auf über 80 Prozent angereichert werden.

Nach offizieller Darstellung soll das angereicherte Uran in der Anlage in Natans für einen Reaktor produziert werden, in dem Isotope zur medizinischen Anwendung hergestellt werden sollen.

Ein Kompromissvorschlag der internationalen Gemeinschaft hatte vorgesehen, dass Iran sein Uran im Ausland weiter anreichern lassen kann. Damit hätte das Land selbst nicht die Möglichkeit, atomwaffenfähiges Uran herzustellen, könnte aber Atomstrom produzieren und das Material auch zu Forschungszwecken verwenden. Den Vorwurf vor allem der USA, nach Atomwaffen zu streben, weist die Regierung in Teheran zurück.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatten bereits im Vorfeld Maßnahmen gegen Iran angedroht, wenn Iran nicht zu einem Einlenken bereit sei.