Die USA haben Israel ihre uneingeschränkte Hilfe bei der Gewährleistung der nationalen Sicherheit zugesagt. "Zwischen den USA und Israel passt kein Blatt Papier, wenn es um die Sicherheit Israels geht", sagte Vize-Präsident Joe Biden nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Israel sieht sich vor allem von Iran bedroht und hat einen präventiven militärischen Angriff nicht ausgeschlossen. Biden habe Netanjahu aber deutlich gemacht, dass die USA gegen einen israelischen Angriff auf Iran seien, solange auf diplomatischer Ebene noch an härteren Sanktionen gegen die Islamische Republik gearbeitet werde, verlautete aus politischen Kreisen in Israel.

"Wir sind entschlossen, Iran daran zu hindern, an Atomwaffen zu gelangen", sagte Biden. Netanjahu dankte den USA für ihre Bemühungen um härtere Strafmaßnahmen gegen das Mullah-Regime. Je schärfer die Sanktionen ausfielen, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung in Teheran im Atomkonflikt einlenke, sagte der Ministerpräsident.

Bislang ist allerdings unklar, ob Russland und China eine vierte UN-Resolution mit Sanktionen mittragen. Beide Staaten haben enge wirtschaftliche Beziehungen zu Iran und könnten mit ihrem Vetorecht im UN-Sicherheitsrat härtere Strafmaßnahmen verhindern oder zumindest abschwächen. Im Gespräch sind Sanktionen, die den wichtigen Energiesektor sowie das weit verzweigte Wirtschaftsimperium der Revolutionsgarden treffen sollen. Diese Organisation gilt als wichtige Stütze des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad. Kritiker verweisen darauf, dass schon die bisherigen Sanktionen nicht das erklärte Ziel erreicht hätten, Iran zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Die USA und Israel werfen Iran vor, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist den Vorwurf zurück.

Entgegen der weltweiten Skepsis sieht Biden auch gute Chancen für einen Frieden im Nahen Osten. "Ich denke, wir haben einen Moment der guten Gelegenheit", sagte der 67-Jährige. Die Interessen Israels und der Palästinenser lägen bei objektiver Betrachtung näher beieinander als auseinander. "Ein Friedensabkommen verlangt von beiden Seiten historische und mutige Verpflichtungen", sagte er.

Die Palästinenser hatten eine Frist von vier Monaten für indirekte Verhandlungen gesetzt. Falls es Fortschritte geben sollte, wollen sie auch wieder direkt mit Israel an einem Verhandlungstisch sitzen. Die letzte Runde von Friedensverhandlungen war vor 15 Monaten zu Beginn des Gazakrieges Ende Dezember 2008 abgebrochen worden.