Der Checkpoint wurde komplett renoviert. Auf zwölf Fahrstreifen lässt er sich motorisiert passieren. Ein modernes Lesegerät für Dokumente mit biometrischen Daten erleichtert die Abfertigung. Nach Einschätzung des russischen Grenzschutzes ist mit der Eröffnung eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen Russland und dem Südkaukasus wieder frei.

Die Passage gilt als Zeichen dafür, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder verbessern. Die beiden Länder unterhalten aber weiterhin keine diplomatischen Kontakte. Sie hatten sie nach dem militärischen Konflikt um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien im August 2008 eingestellt. Die Regierungen in Moskau und Tiflis lassen sich in bilateralen Fragen jeweils von der Schweiz vertreten.

Nach dem Militärkonflikt von 2008 hatte Georgien die Kontrolle über die beiden Gebiete verloren. Bei heftigen Gefechten starben damals Hunderte Menschen, Tausende erlitten Verletzungen.

Beide Seiten stimmten schließlich einem von der EU vermittelten Waffenstillstand zu. Russland erkannte die Regionen gegen den Protest der EU und USA als unabhängige Staaten an und stationierte zu deren Schutz dort Tausende Soldaten.

Der Grenzübergang in der Darialschlucht war bereits seit 2006 geschlossen. Es ist der einzige Übergang, der nicht durch die von Georgien abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien, sondern direkt nach Russland führt.