Nach indischen Medienberichten, zündeten Maoisten in einem Waldgebiet im Bundesstaat Chhattisgarh zunächst mehrere Sprengsätze und eröffneten dann von umliegenden Hügeln das Feuer auf die zum Stehen gekommenen Fahrzeuge. Insgesamt hätten 120 Sicherheitskräfte der paramilitärischen Bundespolizei zu der Einheit gehört, mindestens 70 von ihnen wurden getötet. Den Angaben zufolge wurden sie von mehr als 350 Bewaffneten in der Region Dantewada angegriffen. Polizeisprecher S. R. Kalluri bestätigte den Anschlag.

Innenminister Palaniappan Chidamabaram sagte dem Sender NDTV, die Bundespolizisten seien auf dem Rückweg von einem mehrtägigen Einsatz gegen die Maoisten in der Region gewesen. Dabei sei die Einheit offensichtlich in eine von den "Rebellen gestellte Falle getappt". "Irgendetwas ist schief gelaufen", so Chidambaram weiter.

Erst am Ostersonntag hatten maoistische Rebellen im benachbarten Bundesstaat Orissa elf Sicherheitskräfte getötet. Nach offiziellen Angaben operieren die Bewaffneten in 200 der 626 indischen Distrikte und kontrollieren 34 davon, einige davon in Chhattisgarh. Sie kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der verarmten Landbevölkerung. Mitte März nannte Innenminister Chidamabaram die Bedrohung durch Maoisten größer als die durch den radikal-islamischen Terrorismus.