Wie besiegt man seine Feinde? Bei der Beantwortung dieser Frage ließen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes CIA ihrer Fantasie freien Lauf. Diesen Eindruck erweckt das Sammelsurium der absurdesten – und unverwirklichten – Pläne, die die Washington Post nun öffentlich machte. 

So habe es innerhalb der CIA Überlegungen gegeben, den früheren irakischen Diktator Saddam Hussein mit einem gefälschten Sex-Video zu kompromittieren, berichtet das Blatt in einem Blog unter Berufung auf einen früheren CIA-Mitarbeiter. Saddam sollte darin in Person eines Doppelgängers in anzüglicher Pose mit einem Teenager-Jungen zu sehen sein. Das Video hätte aussehen sollen, als sei es von einer geheimen Kamera aufgenommen worden. Mit dem Band habe man "Irak überfluten" wollen.

Eine vergleichsweise seriöse Idee bestand darin, das irakische Fernsehprogramm mit einem gefälschten Nachrichtenbericht zu unterbrechen, demzufolge ein Schauspieler, der Saddam mimte, vorgeben sollte, die Macht an Saddams verhassten und gefürchteten Sohn Udai übergeben zu wollen. Von beiden Maßnahmen erhofften sich CIA-Mitarbeiter eine Destabilisierung des Regimes. Wie die Zeitung weiter berichtet, wurden diese Ideen von der CIA-Spitze jedoch wiederholt verworfen.

Tatsächlich hergestellt wurde dagegen ein Video, das einen falschen Osama bin Laden am Lagerfeuer sitzend zeigt, Alkohol trinkend und mit seinen homosexuellen Eroberungen prahlend. Auch dieses Video scheint allerdings nicht veröffentlicht worden zu sein.

Seit Längerem bekannt sind dagegen die Überlegungen, mit denen die CIA sich den kubanischen Diktator Fidel Castro vom Leibe schaffen wollte. Ein Dokumentarfilm von 2006 listet gar "638 Wege Fidel Castro zu töten" auf. Der bekannteste von ihnen war der Plan, den Kubaner mit einer explodierenden Zigarre aus der Welt zu schaffen – auch dieser Plan war nicht von Erfolg gekrönt.