Das US-Repräsentantenhaus hat schärferen Sanktionen gegen Iran zugestimmt. Nachdem der entsprechende Gesetzentwurf im Senat einstimmig angenommen wurde, votierte das Repräsentantenhaus mit 408 zu 8 Stimmen für die Maßnahmen. Damit kann der Entwurf Präsident Barack Obama zur Unterschrift vorgelegt werden.

Die Sanktionen beziehen sich vor allem auf den Energie- und Bankensektor. Das verabschiedete Gesetz erlaubt es Obama, Strafmaßnahmen gegen Ölfirmen und Finanzinstitute zu verhängen, die Geschäfte mit dem Regime in Teheran unterhalten. Allerdings könnten auch Unternehmen aus dem Ausland, die Geschäfte mit Iran machen, bestraft werden. Dazu gehört beispielsweise der Energieriese Gasprom.

Mit den Sanktionen sollen insbesondere Lieferungen von Treibstoff und anderen raffinierten Erdölprodukten an Iran verhindert werden. Denn trotz seiner großen Ölvorkommen verfügt das Land nur über eingeschränkte Möglichkeiten zur Öl-Verarbeitung, sodass der eigene Benzinbedarf nicht gedeckt werden kann. Außerdem will das Weiße Haus mit den Sanktionen die Finanzgeschäfte ausländischer Institute mit den mächtigen iranischen Revolutionsgarden unterbinden.

Das neue US-Gesetz soll Sanktionen der Vereinten Nationen ergänzen , die erst vor Kurzem im Streit um das iranische Atomprogramm im Weltsicherheitsrat beschlossen worden waren. Die USA und andere westliche Staaten werfen der Regierung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie Nuklearwaffen zu entwickeln.