Mit der Freilassung von Mohammed Odaini ändere sich aber nichts an dem Anfang des Jahres wegen Sicherheitsbedenken verhängten Rückführungsstopp in den Jemen, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

Indem man Odaini freilasse, erfülle man lediglich das Ende Mai gefällte Urteil eines Bezirksgerichts. Präsident Barack Obama hatte den Rückführungsstopp für Jemeniten nach einem Anschlagsversuch auf ein US-Flugzeug Weihnachten 2009 verhängt.

Odaini war bei seiner Festnahme 2002 in Pakistan 17 Jahre alt. 2005 hatte eine Arbeitsgruppe des Pentagon seine Freilassung vorgeschlagen. Im Mai urteilte das Bezirksgericht, es gebe keine Hinweise auf Verbindungen des jungen Mannes zum Terrornetzwerk al-Qaida.

Derzeit sitzen noch 180 Menschen in dem umstrittenen US-Lager auf Kuba ein. Viele von ihnen stammen aus dem Jemen. Präsident Obama hatte die Schließung des Lagers eigentlich für Januar angekündigt.