Die Sanktionen gegen Iran seien kein Hinderungsgrund für eine Zusammenarbeit im Energiesektor, sagte der russische Energieminister Sergej Schmatko. Auch sehe er keine Hürden für russische Firmen, Ölprodukte nach Iran zu liefern. Einen umfassenden Kooperationsvertrag wollen die russische und iranische Regierung noch in diesem Jahr unterzeichnen, wie die Energieminister nach einem Treffen in Moskau weiter mitteilten.

Zu den geplanten Vorhaben gehört die Gründung einer gemeinsamen Bank zur Finanzierung bilateraler Energieprojekte. Zudem soll die Zusammenarbeit beim Gas-Transit, Marketing und bei Swap-Geschäften verstärkt werden. Auch beim Verkauf von Ölprodukten und Petrochemikalien wollen Russland und Iran künftig enger zusammenarbeiten.

Die russischen Gas- und Ölkonzerne Gazprom, Gazprom Neft und Lukoil haben mit Iran bereits Vereinbarungen über mehrere Milliarden Dollar unterzeichnet, um an der Entwicklung dessen Öl- und Erdgasfelder teilzuhaben. Allerdings sind die meisten Projekte wegen der internationalen Sanktionen gegen die Islamische Republik gestoppt.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten werfen Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung nach Atomwaffen zu streben . Die Regierung in Teheran bestreitet das.

Russland hatte neue Sanktionen gegen Iran im UN-Sicherheitsrat unterstützt. Gemeinsam mit China verhinderten es aber Strafen für Zusammenarbeit im Energiesektor. Solche Sanktionen hätten Iran massiv getroffen. Trotz seiner großen Ölreserven ist das Land technisch nicht in der Lage, es auch zu verarbeiten.