Im Jahr 2014 soll der Kampfeinsatz der internationalen Soldaten in Afghanistan auslaufen. Nach einem Teil-Rückzug der Schutztruppe Isaf soll das Land am Hindukusch dann weitgehend selbst für seine Sicherheit sorgen. Nun hat der Oberkommandeur der Isaf-Truppen David Petraeus drei Provinzen aus dem Norden genannt, in denen die Übergabe an die afghanische Armee und Polizei beginnen soll. Würden die Pläne von der afghanischen Regierung gebilligt, könnte die Übergabe schon im Frühjahr 2011 beginnen. 

Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, sprach der US-General von Sar-i- Pol, Samangan und Badachschan. Alle drei Regionen werden von der Bundeswehr geführt. In Feisabad, der Provinzhauptstadt von Badachschan, betreibt die Bundeswehr ein Feldlager für maximal 500 Soldaten. Deutschland hat 5000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, insgesamt sind 150.000 ausländische Soldaten in dem Land.

Derweil ereignete sich ein Anschlag in der südöstlichen Provinz Paktia, der widerspiegelt, was es heißt, für die Sicherheit in Afghanistan zu sorgen. Mehr als 20 Menschen wurden getötet. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich als als Polizisten verkleidete und rissen in einem Ausbildungszentrum vier Beamte mit in den Tod. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

In der an Pakistan grenzenden Provinz Nangarhar töteten in der Nacht Nato-geführte Truppen nach eigenen Angaben 15 Aufständische. Die Soldaten seien bei der Suche nach einem Taliban-Anführer angegriffen worden. Die Zahl militärischer und ziviler Opfer ist in diesem Jahr so hoch wie seit dem Sturz der Taliban 2001 nicht.