Für drei der insgesamt 5000 in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten ist der Einsatz am Hindukusch vorerst beendet: Sie wurden bei einem Anschlag sechs Kilometer außerhalb der nordafghanischen Stadt Kundus verletzt.

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam bestätigte den Vorfall. Demnach werden die drei Männer derzeit im Rettungslazarett Kundus behandelt. Es bestehe keine Lebensgefahr. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse müssten sie auch nicht ausgeflogen werden. 

Wie der stellvertretende Polizeichef der Provinz Kundus, Abdul Rahman Aqtaash, mitteilte, war der Sprengsatz am Straßenrand in der Nähe einer Busstation versteckt und explodierte just zu dem Zeitpunkt, als der Fahrzeugkonvoi mit den Bundeswehrsoldaten daran vorbeifuhr. Aqtaash zufolge waren die Soldaten in einem Radpanzer vom Typ Fennek unterwegs, der zerstört worden sei. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos rückte ein Team aus, um das Fahrzeug zu bergen.

Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Ihren Angaben zufolge wurden durch den Sprengsatz ein Panzer zerstört und alle Insassen getötet. Entsprechende Angaben der Aufständischen sind oft unzuverlässig und stark übertrieben.

So wie im gesamten Land nahm auch in Nordafghanistan die Gewalt stark zu. In den vergangenen Wochen gab es massive Kämpfe in der Provinz Kundus, die einst als ruhige Gegend galt. Am Hindukusch kamen bisher 44 deutsche Soldaten ums Leben.