Die griechische linksextremistische Untergrundorganisation "Verschwörung der Feuerzellen" hat sich dazu bekannt mehrere Paketbomben verschickt zu haben. Eine davon war an das Kanzleramt in Berlin gegangen. Der Verfasser der Erklärung bekräftigte, die Tatsache, dass die Polizei bereits mehrere Mitglieder der Organisation festgenommen habe, werde sie nicht daran hindern, weitere Anschläge zu verüben. Das Bekennerschreiben wurde im Internet verbreitet. Die griechische Polizei, die von Anfang an die "Feuerzellen" im Verdacht hatte, prüft nun die Echtheit der Selbstbezichtigung.

Anfang des Monats waren insgesamt 14 explosive Sendungen sichergestellt worden – 12 davon in Athen , eine in Bologna in Italien und eine weitere in der Poststelle des Bundeskanzleramtes in Berlin . Das an Kanzlerin Angela Merkel adressierte Paket hatte rechtzeitig entschärft werden können. Als Absender war das griechische Wirtschaftsministerium angegeben.

Zwei Bomben, die am Athener Flughafen sichergestellt wurden, waren an den Europäischen Gerichtshof und an das Europäische Polizeiamt (Europol) adressiert. Noch während der Serie der Briefbomben erwischte die Polizei in Athen zwei Tatverdächtige auf frischer Tat. Die Männer im Alter von 22 und 24 Jahren hatten bei ihrer Festnahme zwei Paketbomben bei sich. Eine war an die belgische Botschaft in Athen, die andere an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy adressiert.

In den vergangenen 15 Monaten hat die griechische Polizei elf weitere mutmaßliche Mitglieder der "Verschwörung der Feuerzellen" festgenommen, deren Fingerabdrücke in einem Unterschlupf gefunden worden waren. Die Sicherheitskräfte suchen nach weiteren Verstecken der Linksextremisten, die seit 2008 in Griechenland zahlreiche Sprengstoffanschläge verübt haben.