Pakistanische Medien sprachen von einem der schwersten Anschläge in diesem Jahr: Während des Freitagsgebets hat sich unweit von Peschawar ein jugendlicher Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Er riss mindestens 67 Menschen mit in den Tod. Mehr als 70 weitere Gläubige und Passanten seien verletzt worden, sagte ein Behördensprecher.

Die Detonation zerstörte das Gebäude völlig, wie ein Vertreter der pakistanischen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa mitteilte. Durch die Wucht der Explosion wurden auch Häuser in der Umgebung beschädigt. Der 14- oder 15-Jährige Attentäter soll den Sprengsatz gezündet haben, als die Gläubigen dabei gewesen waren, die Waali-Moschee in Darra Adam Khel zu verlassen.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Es wird vermutet, dass sie Vergeltung an den Bewohnern üben wollten, weil diese eine im vergangenen Jahr mit Hilfe der Regierung aufgebaute Miliz im Kampf gegen die Taliban unterstützten. Augenzeugen berichteten, der Attentäter habe Komplizen gehabt, die nach der Detonation in die Luft gefeuert hätten und dann verschwunden seien.

Nur wenige Stunden später warfen Unbekannte Handgranaten in eine Moschee in einem Vorort von Peschawar und töteten mindestens drei Gläubige, die dort zum Abendgebet versammelt waren. Hierbei wurden rund 20 weitere Menschen verletzt.

Seit 2007 starben durch mehr als 400 Anschläge von al-Qaida und anderen islamistischen Aufständischen in Pakistan fast 3800 Menschen.