Somalia hat den Irak laut dem Terror-Risiko-Index des britischen Beratungsunternehmens Maplecroft als Land mit der weltweit höchsten Terrorgefahr abgelöst. Die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbundene muslimische Extremistengruppe al-Shabaab habe ihre Gewalttaten in Somalia verschärft, teilte das Unternehmen mit.

Al-Shabaab kontrolliert große Teile des Landes und der Hauptstadt Mogadischu. Pakistan, wo seit 2007 mehr als 2000 Menschen bei Angriffen von radikalen Islamisten ums Leben kamen, befindet sich auf dem zweiten Platz der Terrorliste. Es folgen der Irak, Afghanistan und die palästinensischen Autonomiegebiete.

Laut Maplecroft hat die Terrorgefahr zuletzt vor allem in Somalia, dem Jemen und Russland zugenommen. Russland liegt nun auf dem zehnten Platz, was vor allem der gestiegenen Anzahl von Angriffen muslimischer Extremisten im Nordkaukasus zugeschrieben wird.

Den größten Sprung auf dem Index machte Griechenland. Das Mittelmeerland kletterte von Rang 57 auf 24 und ist damit in Europa der Staat mit der höchsten Terrorgefahr. Dies begründet Maplecroft mit der zugenommenen Gewalt von linksgerichteten Gruppen. Ansonsten stuft das Beratungsunternehmen westliche Staaten in eine mittlere oder niedrige Gefahrenzone ein. Die USA kommen demnach auf Rang 33 und Deutschland auf Platz 70.

Das Ranking basiert auf Erhebungen von Juni 2009 bis Juni 2010. Es wurden 196 Länder bewertet.