Die Todesstrafe gegen den Iraner Ali Akbar Siadati sei am Dienstagmorgen im Ewin-Gefängnis in Teheran vollstreckt worden. Das berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Teheraner Generalstaatsanwaltschaft. Der Mann war demnach zum Tode verurteilt worden, weil er für den israelischen Geheimdienst Mossad gearbeitet habe. Das Urteil war in einem Berufungsprozess bestätigt worden.

Der Verurteilte habe Kontakt mit einer israelischen Botschaft unterhalten und sich in der Türkei, in Thailand und den Niederlanden mit Verbindungsleuten getroffen. Siadati gab demnach zu, Informationen über Militärstützpunkte, Militärübungen und Rüstungsgüter "an die Feinde" weitergegeben zu haben. Im Gegenzug habe er 60.000 Dollar (45.000 Euro) erhalten und sei mit einem Computer und anderen Ausrüstungsgegenständen ausgestattet worden. Siadati wurde den Angaben zufolge 2008 festgenommen, als er gerade mit seiner Frau das Land verlassen wollte.

Iran wirft Israel immer wieder feindliche Akte vor. Im Januar machte Teheran Israel sowie Großbritannien und die USA für die Anschläge auf zwei iranische Atomforscher verantwortlich, bei denen einer der beiden Wissenschaftler starb. Zuletzt wurde im Jahr 2008 ein Mann als israelischer Spion hingerichtet.

Nach Behördenangaben wurde ein zweiter Gefangener hingerichtet, weil er mit einer "terroristischen" Oppositionsgruppe zusammengearbeitet haben soll. Er habe frühere Mitglieder der militanten Volksmudschaheddin bei staatsfeindlichen Vorhaben unterstützt, hieß es. Iran stuft die Gruppe als Terrororganisation ein und macht sie für mehrere Mordanschläge auf hochrangige Politiker verantwortlich.