George Kulung kam 1996 zur SPLA, kämpfte in einem Infanterie-Bataillon. Er hatte nach dem Friedensabkommen die Nase voll vom Militär, er hat nach eigenen Angaben zahlreiche Kampfeinsätze hinter sich und "viele Tote gesehen".

Auch Kulung möchte Schweißer werden, hat aber keinen Kurs absolviert. Im Gegensatz zu Kuju wirkt er hilflos und apathisch. Mit fünf Jahren Schuldbildung kann er kaum lesen und schreiben.

Kulungs Offiziere hatten ihm bei der Entlassung erzählt, das Büro für Demobilisierung und Reintegration würde sich "um alles kümmern, mir ein Haus bauen, Schuldgeld für die Kinder zahlen und einen Job beschaffen."

In Wahrheit hat die DDR-Kommission so gut wie kein Geld, ihre Vertreter müssen die Enttäuschung und Wut der Ex-Kombattanten ausbaden, die nichts weiter erhalten haben als eine Entlassungsurkunde, Überbrückungsgeld, vier Sack Sorghum, einige Kanister Kochöl, Salz und Linsen.

Kulungs Ration ist längst aufgebraucht. Seitdem wartet er.

"Wovon leben Sie und ihre Familie?"

"Ich habe eine Frau und vier Kinder. Mein Bruder hilft uns."