Rund 30.000 Regierungsgegner haben in Bangkok demonstriert und die thailändische Hauptstadt teilweise lahmgelegt. Die sogenannten Rothemden sammelten sich in der Innenstadt und erinnerten an das gewaltsame Ende ihrer wochenlangen Protestaktion am 19. Mai 2010. Sie verlangten die Freilassung ihrer damals festgenommenen Anführer der "Vereinten Front für Demokratie und gegen Diktatur" (UDD). Die Bewegung steht dem 2006 gestürzten Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra nahe.

Mit Hunderten Autos und Tausenden Motorrädern blockierten die Demonstranten die Straßen und zogen zum Demokratiedenkmal. "Wir sind hier, um Gerechtigkeit zu verlangen, damit die Opfer nicht umsonst gestorben sind", sagte der UDD-Anführer Jatuporn Pompan auf einer Kundgebung. Bei den wochenlangen Protesten im vergangenen Jahr waren bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mindestens 92 Menschen ums Leben gekommen.

Die Rothemden verlangen den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, die ihrer Ansicht nach keinen Rückhalt in der Bevölkerung hat. "Ich bin hergekommen, um zu zeigen, dass es die Rothemden nach wie vor gibt", sagte ein 54-jähriger Teilnehmer der Protestkundgebung.