US-Präsident Obama wird in Zukunft einen neuen Sprecher haben. Robert Gibbs teilte nach Angaben der New York Times mit, dass er vom Amt des Pressesprechers zurücktreten werde. Er wolle aber für Obama als politischer Berater arbeiten und ihn bei seiner Kampagne zur Wiederwahl unterstützen.

Gibbs gilt als einer der engsten Vertrauten des Präsidenten. Nach Angaben der Online-Zeitung Politico sind Obama, Gibbs und Stabschef Pete Rouse zu dem Ergebnis gekommen, dass Gibbs Obama in andere Funktion von größeren politischen Nutzen sein könne – etwa als politischer Berater und Gast-Experte in Nachrichten-Sendungen.

Der Nachfolger soll Gibbs zufolge innerhalb der nächsten zwei Wochen vorgestellt werden. Als mögliche Kandidaten für den Posten des Pressesprechers gelten Obamas stellvertretender Pressesprecher Bill Burton und Jay Carney, der Sprecher von Vizepräsident Joe Biden.

Auch Obamas Chefberater David Axelrod hat nach Angaben der Zeitung Politico bereits seinen Weggang angekündigt. Frei ist zudem die wichtige Stelle des Stabschefs im Weißen Haus. Der bisherige Posteninhaber Rahm Emanuel war ausgeschieden, um für das Bürgermeisteramt von Chicago zu kandidieren. Laut US-Medien ist der ehemalige Handelsminister William Daley ein Favorit. Der 62-Jährige gehörte bereits dem Kabinett von Präsident Bill Clinton an.

Außerdem muss Obama seinen wichtigsten Wirtschaftsberater, Lawrence Summers, ersetzen, der wieder an der Universität lehrt. Auch für Verteidigungsminister Robert Gates muss wahrscheinlich bald Ersatz gefunden werden. Gates, der schon unter Präsident George W. Bush im Amt war, hatte stets klargemacht, dass er zur Mitte von Obamas Amtszeit ausscheiden wolle.