Israel hat seine Angriffe auf den palästinensischen Gaza-Streifen fortgesetzt und in der Nacht drei Kampfeinsätze geflogen. Nach Angaben der radikal-islamischen Hamas wurden dabei Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten und Trainingslager der Hamas beschossen. Augenzeugen zufolge zerstörte der Beschuss auch einen Stromtransformator. Über Tote oder Verletzte gab es keine Informationen.

Die Armee begründete die Luftangriffe mit dem anhaltenden Granaten- und Raketenbeschuss des isrelischen Grenzgebiets aus dem Gaza-Streifen. in den vergangenen Tagen hatten radikale Palästinenser mehr als ein Dutzend Raketen und Mörsergranaten auf den Süden Israels gefeuert. Das israelische Militär flog daraufhin immer wieder Angriffe auf den Küstenstreifen. Am Dienstag kamen dadurch neun Palästinenser ums Leben.

Am Mittwoch folgte dann die nächste Eskalation: In Jerusalem gab es erstmals seit sieben Jahren wieder einen Bombenanschlag. Dabei wurde eine Frau aus Großbritannien getötet, mindestens 30 weitere Menschen  verletzt. Der Sprengsatz war an einer Bushaltestelle versteckt. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte daraufhin eine "aggressive und entschlossene" Antwort an. Innenminister Eli Jischai forderte "Aktionen gegen den Terror". Zugleich betonte die israelische Führung, dass man "verantwortungsvoll und vernünftig" vorgehen und eine erneute Eskalation des Konflikts verhindern wolle.

Zugleich warnte Israel die Hamas vor weiterer Gewalt. Sollte es zu weiterem Blutvergießen kommen, sei dies die Schuld der Radikalen.