Neben Großbritannien und anderen Ländern wie Indien, Japan und den USA, müssen auch die internationalen Entwicklungsorganisationen, beispielsweise die Asiatische Entwicklungsbank, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, einsehen, dass die Situation heute nicht von Versöhnung geprägt ist, so, wie während des Bürgerkriegs auch nicht die von der Regierung behauptete "humanitäre Rettung" stattfand.

Vielmehr stärkt die Regierung in Colombo das autoritäre System, treibt die Militarisierung des Nordens voran und unterdrückt weiterhin abweichende Meinungen. Es gelang ihr auch nicht, das Leid anderer Gewaltopfer der letzten vier Jahrzehnte, darunter auch vieler Singhalesen, zu thematisieren. So wird ohne eine einheitliche und konsequente Politik der Partner Sri Lankas, die zu einer glaubwürdigen Aufarbeitung der Endphase des Bürgerkriegs führt und die anderen zerstörerischen Tendenzen wieder zurückdrängt, das Risiko eines erneuten Konflikts ansteigen. 

Schließlich sollten die militärischen Beiträge Sri Lankas zu den UN-Friedenseinsätzen überprüft und eventuell ausgesetzt werden. So lang, bis die Regierung Sri Lankas eine glaubwürdige und unabhängige Untersuchung durchführt. Die militärische Zusammenarbeit mit Sri Lanka muss generell auf den Prüfstand gestellt werden. Auf alle Fälle sollte kein Land seine Offiziere zur Propagandaveranstaltung der Regierung in Colombo entsenden.