Die japanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für einen Entschädigungsfonds für die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima gebilligt. Der Fonds soll es dem Kraftwerksbetreiber Tepco ermöglichen, trotz der hohen Forderungen nicht Insolvenz anmelden zu müssen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass neben der Regierung auch andere Energieversorger in den Entschädigungsfonds einzahlen. Tepco soll das Geld später zurückzahlen, wobei noch kein Zeitraum in dem Entwurf genannt wird.

Angesichts der schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Parlament ist noch offen, ob das Gesetz in Kraft treten wird. Zudem wird befürchtet, dass die Versorger die Strompreise anheben könnten, um dadurch ihre Pflichteinzahlungen in den Fonds gegenzufinanzieren. Damit würden letztendlich doch auch die Verbraucher zahlen. Ein Regierungssprecher forderte die Energieversorger auf, von Preiserhöhungen abzusehen.

Die Aktienbörse in Tokyo verzeichnete nach der Nachricht Kursgewinne. Tepco-Papiere legten zeitweise bis zu zehn Prozent zu. Auch die Aktien anderer Versorger stiegen wieder im Wert.