Pakistan hat den Einsatz von unbemannten US-Drohnen im Kampf gegen militante Gruppen eingeschränkt. Außenminister Ahmed Mukhtar sagte, dass die Streitkräfte der USA den Luftstützpunkt Shamsi in der südwestlichen Provinz Baluchistan verlassen müssten. "Es finden keine US-Flüge mehr in Shamsi statt. Wenn Flüge von dem Stützpunkt abgehen müssen, werden dies ausschließlich pakistanische Flüge sein", zitierte der Sender Al Jazeera den Minister.

Die USA hatten von dem Flugplatz aus Luftschläge mit Drohnen gegen Kämpfer der al-Qaida und der Taliban in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan gestartet. Offiziell hatte die Regierung in Pakistan diese Einsätze nicht bestätigt, die USA aber nutzen den Stützpunkt seit geraumer Zeit. 

Mit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama hatte das US-Militär in der Region seine Strategie geändert und gezielte Luftschläge mit Drohnen verstärkt. Bei der Bevölkerung in Pakistan sorgt dies zunehmend für Unmut.

Die Regierung in Islamabad steht zudem wegen der Kommandoaktion der USA zur Tötung von Terroristenführer Osama bin Laden unter Druck. Die Amerikaner hatten Pakistan zuvor nicht über den Einsatz informiert. Die pakistanische Regierung sieht darin eine Verletzung der staatlichen Souveränität. Infolge dieser Auseinandersetzung drängt Pakistan die USA zum Abbau ihrer Truppenpräsenz in dem Land.

Zugleich wurde bekannt, dass die USA laut einem Medienbericht nun auch in Somalia mit Drohnen gegen islamistische Aufständische vorgehen. Zwei Anführer der radikalislamischen Shebab-Miliz seien vergangene Woche bei einem solchen Angriff verletzt worden, berichtete die Washington Post unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Dies sei vermutlich das erste Mal, dass solche Fluggeräte in dem ostafrikanischen Land zum Einsatz gekommen sind.

Nach Angaben der Zeitung machen sich die US-Behörden zunehmend darüber Sorgen, dass somalische Islamisten ihre Verbindungen zum internationalen Terrorismus stärken könnten. Demnach hatten die beiden bei dem Drohnenangriff verletzten Shebab-Anführer direkten Kontakt zum radikalislamischen Prediger Anwar al-Aulaqi, der vermutlich im Jemen ist. Dem Bericht zufolge setzt das US-Militär Drohnen in Afghanistan, Pakistan, Libyen, dem Irak, im Jemen und nun auch in Somalia ein.