Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat sich am Dienstag im kubanischen Fernsehen gezeigt. Die Fernsehbilder zeigen Chávez im Trainingsanzug im Gespräch mit Ex-Präsident Fidel Castro. Das Treffen von Chávez und Castro in einem Garten wurde als "brüderlich" beschrieben.

Hugo Chávez war vor drei Wochen wegen einer Notoperation nach Kuba gereist – danach war lange nichts mehr vom Chávez zu hören. Der venezolanische Staatschef ist für seine sonst sehr zahlreichen und regelmäßigen Fernsehauftritte bekannt.

Medien hatten, als diese ausblieben, über seinen Gesundheitszustand spekuliert: Es hieß, Chávez habe Prostatakrebs, oder er unterziehe sich einer Schönheitsoperation. Es gab auch Spekulationen, er wolle mit seiner Krankheit Sympathien für die kommende Wahl sammeln. Regierungsbeamte wiesen die Gerüchte zurück. Chávez habe sich lediglich einer Operation unterziehen müssen, weil er einen Abszess "in der Beckengegend" gehabt habe. Auf Twitter waren kurzzeitig sogar Spekulationen über den Tod des Venezolaners verbreitet worden.

Über das Gespräch mit Castro und Näheres zum Gesundheitszustand des venezolanischen Staatschefs sagten Regierungsbeamte nichts weiter, doch wurden "umfassende Informationen" angekündigt. Aus Chávez' Entourage hieß es, dass er zum 5. Juli, dem 200. Jahrestag von Venezuelas Unabhängigkeit, wieder zurück in der Heimat sein werde.