Seit Tagen reagiert Syriens Präsident Baschar al-Assad nicht auf Anrufe aus New York  – doch nach der Verurteilung der Gewalt in dem Land durch den UN-Sicherheitsrat will sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon um direkten Kontakt mit dem Regime bemühen. "Die Welt hat die Verschlimmerung der Lage in Syrien mit größter Sorge verfolgt", sagte Ban. Er werde nun alles versuchen, um mit Syriens Machthaber und anderen ranghohen Vertretern des Landes zu sprechen.

Die Gewalt des Militärs gegen Oppositionelle nannte er "brutal schockierend". Assad dürfe die eigene Bevölkerung nicht töten lassen.

Der Sicherheitsrat hatte sich am Mittwoch nach wochenlangen Verhandlungen auf eine gemeinsame Haltung zur Gewalt gegen Demonstranten in Syrien geeinigt, eine Resolution wurde aber nicht beschlossen. Das Gremium stimmte lediglich über eine Erklärung ab, die weniger diplomatisches Gewicht besitzt als eine Resolution und keine Sanktionen nach sich zieht. Vor allem die Veto-Mächte Russland und China, aber auch Indien, Brasilien und Südafrika sperrten sich gegen ein härteres Vorgehen des Sicherheitsrats.

Das syrische Militär unterdrückt die Protestbewegung im Land seit Monaten gewaltsam, nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten kamen bislang mehr als 1.600 Zivilisten ums Leben. Mit dem Sturm der Armee auf die Stadt Hama hatte die Gewalt am Wochenende kurz vor dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan einen neuen Höhepunkt erreicht.