Barack Obama steht vor einem Dilemma. Er muss die amerikanischen Staatsschulden in den Griff bekommen, gleichzeitig aber das Wirtschaftswachstum fördern. Sparen könnte er bei den Sozialausgaben, aber damit würde er viele seiner Wähler verärgern. Sparen könnte er aber auch bei den besonders reichen Amerikanern, indem er zum Beispiel ihre Steuervorteile abschaffen würde.

Der Präsident sollte auf einige der reichen Unternehmer zugehen und ihnen folgendes Zugeständnis abringen: Ja, wir als erfolgreiche Menschen wollen einen stärkeren Anteil am Aufbau und Wachstum unseres Landes tragen. Wir unterstützen entsprechende Initiativen des Präsidenten und des Kongresses.

In den USA gibt es zahlreiche namhafte Unternehmer, die durch ihre Ideen und Erfindungen sehr reich geworden sind. Jeder von ihnen verfolgt natürlich in erster Linie Geschäftsinteressen. Die meisten haben aber auch eine Vision, wie er oder sie das Leben der Menschen angenehmer und lebenswerter gestalten kann. Dass zum Beispiel die Interessen von Bill Gates weit über das Geschäftliche hinausgehen, zeigt unter anderem sein großzügiges Engagement für Hilfsprojekte in Afrika. Auch Steve Jobs (Apple), Mark Zuckerberg (Facebook) oder Sergey Brin und Larry Page (Google) hätten sicherlich ein Interesse daran, sich stärker für das Gemeinwohl zu engagieren.

Sobald einige prominente Reiche mit gutem Beispiel vorangehen, müsste sich jeder wirtschaftlich erfolgreiche US-Bürger mit dem Trend auseinandersetzen. Einen Anfang hat vor kurzem Warren Buffett gemacht, der in der New York Times forderte, der amerikanische Kongress solle nicht länger die Milliardäre des Landes verhätscheln.