Die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die evangelische Christusträger Bruderschaft haben den Tod zweier in Afghanistan verschwundener Mitarbeiter bestätigt. Seit mehr als zwei Wochen waren die beiden 59 und 69 Jahre alten Deutschen nach einer Wanderung in der Gegend vermisst worden.

Am Montag hatte man im Hochgebirge in der Provinz Parwan nördlich von Kabul zwei Leichen entdeckt. Es waren die beiden Vermissten, wie sich nun herausstellte.

Außenminister Guido Westerwelle hatte bereits vermutet, bei den in Afghanistan entdeckten Toten handele es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um die beiden Entwicklungshelfer. 

Nach Angaben der Provinzregierung waren ihre Leichen in Säcke gestopft. Parwans Gouverneur Abdul Baschir Salangi ging von einem Raubmord aus, er verdächtigte Nomaden vom Stamm der Kuchi. 

"Es sieht aus, als seien die Beiden woanders erschossen und ihre Leichen dann in diese Gegend gebracht worden", sagte ein afghanischer Polizist, der am Fundort der Leichen war. Die Toten seien unter einem großen Felsen versteckt gewesen.

Nach Polizeiangaben sollten die Leichen zum nahe gelegenen US-Luftwaffenstützpunkt Bagram gebracht und dort an deutsche Vertreter übergeben werden. 



In einer Mitteilung der Christusträger Bruderschaft hieß es, ihr Mitarbeiter habe seit drei Jahren in einer Ausbildungswerkstatt in Kabul gearbeitet. Demnach war der 69-Jährige dort Werkzeugmachermeister und unterrichtete afghanische Auszubildende. Die ordensähnliche Gemeinschaft ist eigenen Angaben nach seit 1969 ohne Unterbrechung sozial in Afghanistan tätig.

Bei dem zweiten Opfer handelt es sich GIZ-Angaben nach um einen 59-Jährigen aus Baden-Württemberg, der als Experte für die Gesellschaft in Kabul tätig war.