Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Nato-Basis in Zentralafghanistan sind amerikanischen Angaben zufolge zwei Zivilisten getötet und 25 weitere verletzt worden. Von der internationalen Schutztruppe Isaf wurden 77 Soldaten verletzt, 50 von ihnen sind US-Soldaten. Noch ist unklar, aus welchen Ländern die übrigen verletzten Soldaten stammen. Die Provinzregierung sprach von mindestens drei Toten.

Der Selbstmordattentäter hatte am Samstag einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen vor dem Eingang der Nato-Basis in der Provinz Wardak gezündet. Die Detonation habe den Eingang zum Außenposten beschädigt, die Wucht der Explosion sei größtenteils durch Schutzwälle abgefangen worden, teilte die Nato mit.

Taliban bekennen sich zum Anschlag

Zu dem Angriff bekannten sich die radikalislamischen Taliban auf ihrer Internetseite. Die Taliban hatten den USA in einer Botschaft zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 mit einem "langen Krieg" in Afghanistan gedroht. Die amerikanischen "Kriegstreiber" müssten aufhören, für ihre "kolonialen Ziele" das Blut der Afghanen zu vergießen, hieß es in der Mitteilung. Die Invasion werde "auf ewig ein Brandmal im Gesicht der westlichen Demokratie bleiben".

Unterdessen wurden bei einem Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bagram nördlich von Kabul zwei afghanische Wachmänner getötet und zwei US-Soldaten sowie zwei weitere afghanische Sicherheitsleute verletzt.