In Birma (offiziell Myanmar) ist die Partei der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder zugelassen worden. Die Wahlkommission habe die Nationale Liga für Demokratie (NLD) wieder offiziell für legal erklärt, berichtete die amtliche Zeitung New Light of Myanmar.

Damit ist der Weg frei für eine Kandidatur Suu Kyis bei Nachwahlen, bei denen in wenigen Monaten etwa 50 Parlamentssitze zu vergeben sind. Ein genauer Termin für die Wahl steht noch nicht fest.

Die NLD war im Mai 2010 aufgelöst worden, nachdem sie zum Boykott der wenige Monate später abgehaltenen Parlamentswahlen aufgerufen hatte.

Seit den Parlamentswahlen und der Machtübergabe vom Militär an eine zivile Regierung, hat die birmanische Führung eine Reihe von Reformen durchgeführt. So nahm die Regierung einen Dialog mit der NLD auf, lockerte die Pressezensur und ließ politische Gefangene frei. Vor einem Jahr hatte die neue Führung auch Suu Kyi freigelassen, die den Großteil der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest stand.

Britischer Außenminister will Birma besuchen

Nach den Vereinigten Staaten will jetzt auch Großbritannien seinen Außenminister nach Birma entsenden. William Hague werde im Januar nach Birma reisen. 

Im Dezember war bereits Hillary Clinton als erste Außenministerin seit 1995 in das lang isolierte Land gereist. Neben Birmas Präsidenten Thein Sein traf sie auch die Oppositionsführerin Suu Kyi.